Ach so

Sein Licht unter den Scheffel stellen

Der Ausdruck stammt aus Jesus’ Bergpredigt. Da heißt es, man zünde “auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause sind” (Matthäus 5, 14).

Ein Scheffel ist ein Behälter, mit dem in biblischen Zeiten Getreide abgemessen und transportiert wurde. Stellt man eine Lampe unter einen Scheffel, ist von deren Licht nichts mehr zu sehen. Die Redensart bedeutet: “zeig anderen was du kannst und sei nicht zu bescheiden!”

Englischer Schweiß

1485 mehrten sich in England besorgte Berichte über eine mysteriöse Krankheit. Erste Symptome waren Angstgefühle, Schwindel, starker Schüttelfrost. Dann setzte das charakteristische, von üblem Geruch begleitete starke Schwitzen ein, dass der Krankheit den Namen „Englischer Schweiß“ gab. Begleitet wurde er von Herzrasen, Kopf- und Gliederschmerzen. Die meisten starben innerhalb eines Tages. Nach 1485 verschwand die Krankheit für mehrere Jahrzehnte und kam 1528 mit großer Vehemenz, nun auch auf dem europäischen Festland, zurück. Nach 1551 verschwand sie ebenso mysteriös, wie sie gekommen war.

Geblieben ist das Rätsel, um welche Infektionskrankheit es sich gehandelt hat.

Seltene Erden

Die seltenste Erde der seltenen Erden heißt: Erde!

Diese, unsere Erde, ist extrem selten. Sie kommt im Universum, soweit bekannt, nur dieses eine Mal vor.

Die Erde ist systemrelevant!

Sulky

Ein zweirädriges, einspänniger Wagen für Trabrennen. Ein leichter Wagen für nur eine Person. Engl. sulky = mürrisch, nicht gut gelaunt. Sulky ist also eigentlich ein Gefährt für jemanden, der für sich sein will.

Ein perfektes Fortbewegungsmittel in diesen Zeiten …

Geld stinkt nicht

Der römische Kaiser Vespasian (er regierte von 69 bis 79 nach Christus), wollte die Staatseinnahmen vermehren. Deshalb führte er eine Latrinensteuer ein. So musste jeder Bürger der Stadt eine “Urin-Steuer” bezahlen, wenn er aufs Klo ging. Vespasians Sohn fand diese Steuer beschissen. Er ging zu seinem Vater und warf ihm vor, dass dieses eingenommene Geld ungerecht sei.
Da nahm der Kaiser das Geld, hielt es seinem Sohn unter die Nase und fragte ihn, ob das Geld stinke (schließlich war es durch den Toilettengang anderer Leute eingenommen worden). Natürlich stank das Geld nicht – und so sind auch diese berühmten lateinischen Worte “pecunia non olet” (“Geld stinkt nicht”) entstanden.

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