Welttoilettentag

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Der 19. November ist Welttoilettentag. 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen, erklärten die Vereinten Nationen im Sommer 2013 diesen 19. November zum Welttoilettentag.

2,5 Milliarden Menschen leben auf der Welt ohne ausreichende sanitäre Grundversorgung. Die World Toilet Organisation (WTO) geht davon aus, dass mehr als eine Milliarde Menschen gezwungen ist, ihr Geschäft im Freien zu verrichten. Das ist erniedrigend und eine eklatante Verletzung der Menschenwürde.

2020

Die UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung formuliert als Ziel, bis zum Jahr 2020 allen Menschen angemessenen und gleichberechtigten Zugang zu Sanitärversorgung zu ermöglichen und die Praxis, die Notdurft im Freien zu verrichten, abzuschaffen.                                                                                                                                                                                                                                        Quelle: Human Rights Watch

Gehobene Klokultur

Schon vor 2800 Jahren gab es Klos oder Abortanlagen. Im alten Rom waren sowohl im öffentlichen Raum wie auch in Häusern WCs vorhanden, mit Spülung, wenn auch nur bei der betuchteren Gesellschaft. Mit dem Zerfall des Römischen Reiches ging auch die gehobene Klokultur flöten.                                                                                                                                                                                                                       Quelle: A. Fiedler, Freital

Moderne Zeiten?

Muss ich in unserer heutigen, zivilisierten, modernen Welt, fremde Personen, die an der Haustür klingeln hereinlassen, wenn diese meine Toilette benutzen wollen?

Das Grundgesetz (GG), stellt dazu im Art. 13, Absatz 1 fest: Die Wohnung ist unverletzlich. Das heißt, sie steht unter einem besonderen Schutz.                                                                                                                                                                                   Quelle: Grundgesetz (GG, Art. 13)

Kassen-Nachschau

Seit Jan. 2018 gibt es eine Einschränkung: Diese gilt für Betriebe der Bargeldbranche (z.B. Friseure, Apotheken, Bäckereien oder Gastronomie). Finanzprüfer der Behörden dürfen ohne richterlichen Beschluss in die Wohnung. Das wird als „Kassen-Nachschau“ bezeichnet und ist im § 146b der Abgabenordnung geregelt. Der Finanzprüfer braucht nicht mit dem Vorwand klingeln, dringend auf Toilette zu müssen. Es reicht, dass er gerne mal nach der Kasse schauen möchte.

Deshalb muss es heutzutage heißen: Augen auf bei der Berufswahl!

Übrigens: „00“-Schilder sind im 19. Jahrhundert entstanden. Zu dieser Zeit hatten viele Hotels nur Etagenklos in der Nähe des Aufzugs oder des Treppenhauses. Weil dort auch die Nummerierung der Zimmer begann, trugen die Zimmernummern Null oder „00“.

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